Deutsches Mietrecht begünstigt Mietnomadentum

Die Tatsache, dass in Deutschland in den letzten Jahren ein regelrechtes Mietnomadentum entstanden ist und zahlreiche Vermieter mit Mietern zu tun haben, die keine Mietzahlungen leisten, klingt für sich alleine schon unglaublich. Unfassbar dagegen scheint für viele Menschen der Gedanke, dass das Rechtssystem hierzulande dieses Phänomen regelrecht fördert. Aber genau das ist der Fall!

Aufgrund der hohen bürokratischen Hürden, die für das Herbeiführen einer Zwangsräumung erforderlich sind, fühlen sich Mietnomaden von der Justiz geradezu eingeladen, keine Mietzahlungen zu leisten und die hilflose Situation der Vermieter schamlos auszunutzen. Besonders nützt den Mietnomaden dabei die Tatsache, dass kein Vermieter in Deutschland eine Wohnungsräumung herbeiführen kann, ohne dass zuvor ein gerichtlicher Beschluss gefasst wurde. Für den Vermieter bedeutet dies hohe Kosten. In der Regel ergibt sich seine Belastung hierbei aus Kosten für die anwaltliche Beratung und die Gerichtskosten, welche ggf. auch vom Vermieter getragen werden müssen.

Das Mietrecht der Bundesrepublik scheint nur die Rechte der Mieter zu schützen. Das tausende Vermieter in Deutschland Außenstände in nicht unerheblicher Höhe haben, reicht als Grund für eine Änderung der rechtlichen Situation offensichtlich nicht aus. Eine unkomplizierte Regelung wie ein Recht auf Zwangsräumung nach mehrmaligem Zahlungsausfall wäre sicherlich eine angebrachte Alternative zu der aktuellen Situation.

Aktuell berücksichtigt die Justiz Vermieter nur geringfügig. Allerdings bedarf in Anbetracht der prekären Situation rund um das Thema Mietnomadentum auch so mancher Vermieter den Schutz des Rechtssystems. Denn Mietnomaden sind für Vermieter nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Oftmals geben sich Mietnomaden bei der Wohnungsbesichtigung ganz bewusst seriös und weltgewandt, sodass für den Vermieter kein Verdachtsmoment entsteht.

Ist der Mietnomade dann erst einmal eingezogen, beginnt für so manchen Vermieter der blanke Horror. Bis der Nomade vertrieben ist vergehen oft Monate. Haus und Grund geht davon aus, dass der durchschnittliche Schaden den Mietnomaden ihren Vermietern durch Mietausfälle, Gebäudeschäden, Anwalts- und Gerichtskosten zufügen bei etwa 25.000 Euro liegt.

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