Schutz vor Mietnomaden

Mietnomaden ziehen von einer Wohnung in die nächste, mit dem Vorsatz, keine Miete zu bezahlen. Oft verlässt der Mietnomade die Wohnung in einem verwahrlosten, vermüllten Zustand. Der Schaden ist für den Vermieter durch Mietrückstände enorm hoch, auch ist oft eine Grundrenovierung nötig.

Schätzungen gehen davon aus, dass 1 Prozent der Mietverträge davon betroffen sind und einen riesigen, finanziellen Schaden zurücklassen. Schätzungsweise sollen die Kosten zwischen 600 Millionen und 2 Milliarden EUR betragen.

Mietnomaden verschleiern ihre Identität, z. B. mit gefälschter Selbstauskunft oder gefälschten Gehaltsabrechnungen. Sie wissen, dass eine Räumungsklage langwierig und teuer für den Vermieter werden kann und oft aus finanziellen Mitteln darauf verzichtet wird.

Der Streitwert berechnet sich aus der Nettonmiete eines Jahres. Beträgt die Miete 600,- EUR, belaufen sich die Kosten auf 7.200,- EUR. Dazu kommt der Mietausfall, Anwaltskosten, Zwangvollstreckungskosten.

Oft wird der Umstand dadurch begünstigt, dass der Vermieter erst nach zwei Monaten Mietrückstand, eine Mietkündigung aussprechen kann.

Juristen sprechen von Endmietbetrüger, die ihre Opfer keinesfalls wahllos aussuchen, sondern gezielt in Regionen ziehen, in denen Wohnungen leer stehen.

Um sich vor solchen Fällen zu schützen, sollten Hausbesitzer so viel Information wie möglich von der Person einholen. Lassen Sie sich nicht vom Auftreten des neuen Mieters beeinflussen, sonst könnte ein böses Erwachen erfolgen. Private Auskunfteien stehen auch am Wochenende zur Verfügung. Diese Unternehmen sammeln nicht nur die Daten von Unternehmen, ebenso von Privatpersonen werden sie gespeichert.
Die persönlichen Angaben in dem Personalausweis sollten kontrolliert werden.
Vor Überlassung der neuen Mieträume, sollte die erste Rate für die Kaution und die erste Mietzahlung, bereits an dem Vermieter gezahlt sein.

Die Anzahl der Mietnomaden steigt unaufhörlich und einen gesetzlich verankerten Vermieterschutz gibt es derzeit nicht.
So ist eine schwarze Liste für den Vermieter die beste Lösung, um sich vor Mietnomaden zu schützen.
Das Gesetz sagt aus, dass eine schwarze Liste gegen den Datenschutz verstößt. Allerdings ist die Situation so prekär, dass in manchen Fällen auf den Datenschutz verzichtet werden muss.

Hilfe bekommt der geschädigte Vermieter unter www.stop-mietnomaden.eu. Die Hilfe ist in der heutigen Zeit nötig, denn viele Vermieter stehen durch Mietnomaden, oft vor ihren eigenen, finanziellen Ruin.

Um die Liste gegen Mietnomaden bekannt zu machen, sollten sich viele betrogene Vermieter beteiligen, nur so können Namen auf der schwarzen Liste gesetzt werden. So wäre eine Information für den Vermieter möglich und der wirtschaftliche Schaden kann abgewendet werden.

Die meisten Mietnomaden können nicht belangt werden, obwohl es in gewisser Weise gegen das Gesetz verstößt und sie gewissenlos handeln. Das Problem ist, dass es keine Liste oder Datei gibt, in dem Mietnomade erfasst sind. Sie verlassen die Wohnung und sind wie vom Erdboden verschluckt. So ist es für den Vermieter nicht möglich sie aufzufinden und er muss für den meist hohen Schaden selber aufkommen.

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