Sinn einer schwarzen Liste gegen Mietnomaden

Der durchschnittliche Schaden, den jeder der rund 10.000 Mietnomaden in Deutschland seinem Vermieter nach der Zwangsräumung hinterlässt, liegt bei rund 25.000 Euro, so schätzt Grund und Boden. Dabei ergibt sich die Schadenssumme bei weitem nicht nur aus Mietausfällen. Vielmehr sind es Anwalts- und Gerichtskosten, sowie Reparaturkosten, die die Schadenssumme in derartige Höhen treiben.

Wenig verwunderlich, dass viele Vermieter einen wirksamen Schutz gegen Mietnomaden suchen. Allerdings ist es gar nicht so einfach, einen Mietnomaden bereits bei der Wohnungsbesichtigung zu entlarven. Nicht selten geben sich die falschen Mieter als seriöse und weltgewandte Menschen aus, von denen man als potentieller Vermieter nicht einmal im Traum erwarten würde, dass es zu Mietausfällen kommen könnte. Vor diesem Hintergrund sind viele Vermieter bestrebt, möglichst viele Informationen über den potentiellen Mieter zu erhalten. Umfangreiche Mieterauskünftige geben zwar oft einen guten Überblick und verschaffen nachprüfbare Informationen, verschrecken auf der anderen Seite die wirklich seriösen Mieter, die sich gegebenenfalls in ihrer Privatsphäre gestört fühlen.

Um an ausreichendes Informationsmaterial zu kommen, ohne dem potentiellen Neumieter einen mehrseitigen Fragebogen vorlegen zu müssen, kann man die Daten des zukünftigen Mieters mit einer schwarzen Liste abgleichen lassen. Einige Anbieter bieten umfangreiche Auskunfteien, in die man als Vermieter jene Mieter eintragen kann, die bereist als Mietnomaden oder säumige Mieter aufgefallen sind. So werden zukünftige Vermieter sehr effektiv vor unseriösen Mietern gewarnt und können sich gegen diese schützen.

Aber auch eine schwarze Liste schützt nicht hundertprozentig vor Mietnomaden. So erhält der Vermieter nur Auskünfte über Personen, die bereits in der Vergangenheit aufgefallen sind. Über Personen, die erst in der Zukunft als Mietnomaden in Erscheinung treten werden, sagt eine schwarze Liste naturgemäß nichts aus. Weiterhin sind viele schwarze Listen kostenpflichtig. Problematisch ist auch, dass es viele Anbieter von schwarzen Mieterlisten gibt, sodass gleich mehrere Listen abgefragt werden müssen, damit man sich optimal schützen kann. Deshalb ist es sinnvoll alle gesammelten Daten einer Stelle zentral zu speichern. Deshalb ist die Benutzung einer schwarzen Liste sicherlich hilfreich und kann böse Überraschungen verhüten.

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