Schwarze Liste gegen Mietnomaden

Immer mehr Vermieter hatten bereits Kontakt mit säumigen Mietern oder Mietnomaden und fühlen sich der wirtschaftlichen Gefahr, welche von diesen Personen ausgeht, schutzlos ausgeliefert. Die gesetzliche Situation in der Bundesrepublik Deutschland verhindert derzeit, dass Vermieter säumige Mieter zügig aus der vermieteten Wohnung entfernen lassen können. Stattdessen müssen viele Vermieter den kostspieligen und langwierigen Rechtsweg wählen, um einen Gerichtsbeschluss zu erwirken, der ihnen letztlich auch eine Zwangsräumung ermöglichen kann.

Um sich von vorne herein gegen potentielle Mietnomaden schützen zu können, schwören immer mehr Vermieter auf die Dienste sogenannte Mieterauskunfteien. Dabei handelt es sich um eine Art „schwarze Liste“, in der säumige Mieter und Mietnomaden eingetragen werden können. In der Regel erfolgt der Eintrag in die Auskunftei durch einen Vermieter, der entsprechende Erfahrungen mit dem betroffenen Mieter gemacht hat. Potentielle Vermieter können dann in der Mieterauskunftei Informationen über die Zahlungsmoral des potentiellen Neumieters einholen und somit ihr wirtschaftliches Risiko minimieren.

Die große Problematik dieser „schwarzen Listen“ ist, dass es gleich mehrere Anbieter gibt, bei denen Auskünfte teilweise kostenpflichtig sind. Die hohe Kostenbelastung und die Notwendigkeit, gleich mehrere Auskunfteien zu durchforsten, macht die schwarzen Listen in den Augen vieler Vermieter weniger attraktiv. Sobald es einem Vermieter aber gelingt einen Mietnomaden durch die Nutzung einer Auskunftei zu entlarven, macht sich die Investition in kostenpflichtige Auskünfte immer bezahlt.

Eine Alternative zu diesen schwarzen Listen ist die Einholung einer Schufaauskunft. Mit der Zustimmung des potentiellen Neumieters kann jeder Vermieter eine Schufaauskunft von der betreffenden Person einholen und sich einen guten Überblick über die Bonität und die Zahlungsmoral des potentiellen Mieters verschaffen. Allerdings ist auch die Einholung einer Schufaauskunft kostenpflichtig. Außerdem sollte man bedenken, dass sowohl die Schufaauskunft, als auch eine Mieterauskunft aus einer entsprechenden Mieterauskunftei nicht völlig vor Mietnomaden oder unseriösen Mietern schützen können. Denn letztlich enthalten alle Auskünfte nur Informationen über die Vergangenheit der betreffenden Person. Wer in Zukunft Mietausfälle produziert, können sie naturgemäß nicht sagen!

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